Lie­be Lese­rin­nen und Leser
 
Adva­ca­re gibt es seit sechs Jah­ren. In die­ser Zeit sind wir vom Start­up zu einer fes­ten Grös­se im Gesund­heits­we­sen gewor­den, für Spi­tex-Orga­ni­sa­tio­nen, Alters- und Pfle­ge­hei­me und Insti­tu­tio­nen für Men­schen mit Behin­de­rung. Wer wächst, muss sich irgend­wann fra­gen, wofür er steht und wohin er will. Die­se Fra­gen haben wir uns im August gestellt.
 
Fünf Tage Stra­te­gie Sprint
 
Von Mit­te bis Ende August haben wir an fünf gan­zen Tagen an unse­rer Stra­te­gie gear­bei­tet. Jeder Tag hat­te ein eige­nes Ziel:
  1. Ver­ste­hen: Wir haben unser gesam­tes Ange­bot, die Sicht unse­rer Kund:innen und den Markt ehr­lich aufgenommen. 
  2. Chan­cen erken­nen: Wir haben nach­ge­zeich­net, wie Betrie­be zu uns fin­den, wer in den ver­schie­de­nen Insti­tu­tio­nen ent­schei­det und was die­se Men­schen brauchen. 
  3. Optio­nen ent­wi­ckeln: Wir haben Sze­na­ri­en und Ziel­bil­der ent­wor­fen und ihre Mach­bar­keit geprüft. 
  4. Prio­ri­sie­ren: Wir haben die Chan­cen bewer­tet, mit unse­ren Wer­ten als Massstab. 
  5. Umset­zung skiz­zie­ren: Wir haben den Weg zu den nächs­ten Schrit­ten vorbereitet. 
     
Jeden Abend: Team und Advi­so­ry Board reden mit
 
Am Ende jedes Tages fand eine ein­stün­di­ge Online-Sound­ing-Ses­si­on statt. Alle Mit­ar­bei­ten­den und die Mit­glie­der des Advi­so­ry Board konn­ten sich zuschal­ten und die Arbeit des Tages her­aus­for­dern. Ihre Rück­mel­dun­gen haben wir ein­ge­ar­bei­tet, bevor wir den nächs­ten Schritt gegan­gen sind. So haben wir unter­wegs lau­fend gelernt und kor­ri­giert, und das Team war von Anfang an Teil der Strategiearbeit.

Ein wich­ti­ger Fokus: unse­re Wer­te

Einen wich­ti­gen Fokus haben wir auf die Fra­ge gelegt, wofür Adva­ca­re steht. Dar­aus sind Wer­te ent­stan­den, an denen wir wei­ter­ar­bei­ten. Sie sind für uns kei­ne Deko­ra­ti­on, son­dern ein Mass­stab. Zu jedem Wert gehört eine Fra­ge, an der wir jedes Ange­bot mes­sen. Drei Beispiele:

  • Ein gan­zes Team statt eines Ruck­sacks. Eine ein­zel­ne Pfle­ge­ex­per­tin bringt ihre eige­ne Erfah­rung mit. Wir brin­gen das Wis­sen eines gan­zen Teams, koor­di­niert durch eine fes­te Vertrauensperson.

Unse­re Fra­ge an jedes Ange­bot: Bringt es die Brei­te des Teams in den Betrieb, oder hängt es an einer ein­zel­nen Person?

  • Gemein­sam wei­ter als allein. Kein Betrieb soll bei null anfan­gen. Was an einem Ort ent­steht, fliesst über Fach­bi­blio­thek, Web­i­na­re und Netz­werk­pro­jek­te zu allen zurück. Das Rad muss nicht neu erfun­den, son­dern zum Lau­fen gebracht werden.

Unse­re Fra­ge an jedes Ange­bot: Gewin­nen wir dar­aus etwas, das ande­ren Betrie­ben im Netz­werk weiterhilft?

  • Wir wol­len die Bran­che ver­än­dern. Geld ist für uns Mit­tel, nicht Zweck. Wir wol­len eine Ant­wort auf den Fach­kräf­te­man­gel und die Qua­li­täts­fra­ge in der Pfle­ge sein.

Unse­re Fra­ge an jedes Ange­bot: Bringt es die Bran­che wei­ter, oder nur uns?

Was mich als Inha­be­rin beson­ders freut

Für mich per­sön­lich war der Sprint auch eine Bestä­ti­gung. Die Grund­idee, mit der wir Adva­ca­re vor sechs Jah­ren auf­ge­baut haben, trägt, und der Bedarf wächst wei­ter. Immer mehr Betrie­be suchen Zugang zu Fach­ex­per­ti­se, ohne dafür allein eine eige­ne Stel­le schaf­fen zu müssen.

Beson­ders wich­tig ist mir, was dabei an Gewicht gewinnt: das Gemein­sa­me. Die Ver­net­zung zwi­schen den Betrie­ben, das geteil­te Wis­sen und die gemein­sa­men Pro­jek­te wer­den für unse­re Kund:innen immer wert­vol­ler. Das­sel­be gilt für die Digi­ta­li­sie­rung. Dass sie von Beginn an fest in unse­rem Modell ver­an­kert war, zahlt sich heu­te aus. Adva­ca­re wur­de mit dem rich­ti­gen Weit­blick aufgebaut.

Der Sprint hat mir aber auch Mut gemacht, grös­ser zu den­ken, als es die ursprüng­li­che Idee war. Denn ich weiss, dass ich vie­le star­ke Men­schen im Team habe, die Adva­ca­re die Kraft geben, die Bran­che zu verändern.

Der nächs­te Schritt: ein Blick von aussen

Bevor wir aus unse­rer Stra­te­gie­ar­beit Schlüs­se für unser Ange­bot zie­hen, las­sen wir sie her­aus­for­dern. Das Team von Wucht prüft unse­re Ergeb­nis­se mit sei­nem KI-Cock­pit. Die­ses ver­bin­det bewähr­te Stra­te­gie­mo­del­le wie SWOT, Por­ter und Ansoff mit künst­li­cher Intel­li­genz. Jeder Schritt wird dabei von Men­schen geprüft und frei­ge­ge­ben. Uns inter­es­siert, wo unse­re Über­le­gun­gen tra­gen und wo wir blin­de Fle­cken haben. Den Blick von aus­sen, den wir Betrie­ben anbie­ten, holen wir uns damit auch selbst.

→ Mehr zum KI-Cock­pit von Wucht

Was dar­aus für die Zusam­men­ar­beit mit Ihnen folgt, erfah­ren Sie in einer der nächs­ten Aus­ga­ben, viel­leicht bereits in der nächsten.

Herz­lich Sulei­ka Kum­mer, Grün­de­rin von Advacare